Willkommen

Das Pfarrbüro ist am 10.05 und am 31.05.24 geschlossen!


Liebe Schwestern und Brüder!

„Der Wind, der Wind, das himmlische Kind“, so heißt es im Kinderreim. Ich muss zugeben, ich mag ihn nicht, den „Bruder Wind“. Wenn er weht und Bäume und Blätter durcheinanderwirbelt, dann jagt er mir Angst ein. Meine Tiere sehen das etwas gelassener. So freuen sich die Ziegen über die abgerissenen Blätter und Äste, die herum liegen und knabbern sie fröhlich an. Natürlich weiß ich auch um die Bedeutung der Windkraft für das Wetter und für die Natur, aber dennoch bleibt der Wind mir mit seiner Gewalt und seinem zerstörerischen Vermögen unheimlich.

Das Wirken des Heiligen Geistes wird oft mit dem Wehen des Windes verglichen. Er wirbelt die Gedanken und den Glauben der Jünger so ziemlich durcheinander. Wenn er auftritt, bleibt nichts beim Alten.

Die vermeintliche Krise des Glaubens, oder besser die Schwierigkeiten der institutionellen Religion in unseren Landstrichen verbinde ich mit dem Agieren des Heiligen Geistes. Nichts soll so bleiben, wie es war. Vielleicht war die Kirche einfach zu selbstgenügsam geworden und hat dadurch den Kontakt zu Gott verloren.

Nun weht der Wind des Heiligen Geistes in der Kirche und wirbelt alles durcheinander. An uns liegt es, sich seinem Wirken zu öffnen. An Pfingsten feiern wir, wie der Geist Gottes am Anfang der Kirche die Jünger zu neuen Taten bewegt. Lassen auch wir uns bewegen und vertrauen wir auf den Wind Gottes. Ihr und Euer Pater Albert