Martin von Tours – der Namenspatron der Kirche
Rechts neben dem Altarraum sehen wir in unserer Pfarrkirche ein Sandsteinrelief. Es zeigt den heiligen Martin, wie er vor den Toren der Stadt Amiens in einer kalten Winternacht seinen Soldatenmantel mit einem Bettler teilt.
Diese Legende ist den meisten Christen ebenso bekannt wie die Geschichte, nach der das Geschnatter der Gänse Martins Versteck verraten habe. Dort soll der Heilige sich verborgen haben, um der Bischofswürde zu entgehen. Doch diese beiden Ereignisse waren sicher nicht allein ausschlaggebend dafür, dass Martin als einer der ersten Nichtmärtyrer als Heiliger verehrt wurde und bis heute verehrt wird.
Zur Geschichte des Bildstocks und der Schönstatt-Kapelle
Der am 7. Januar 1914 in Kyllburg geborene Pater Klaus Brantzen, der am 7. Dezember 1993 verstarb, verbrachte schon vor dem Krieg viele Schulferien in Dörbach. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner des Ortes waren mit ihm verwandt. Er sammelte Jungen und Mädchen um sich, machte sie mit Schönstatt bekannt und fuhr mit ihnen zu Wallfahrten dorthin.
Nach dem Krieg setzte der junge Pater diese Arbeit fort. Bald schlossen sich auch Erwachsene den Wallfahrten an. Pater Klaus Brantzen brachte neues Leben in den Ort und schließlich entstand die Idee, einen Bildstock zu errichten.
Auf seine Initiative wurde im Juli 1947 auf dem Kellerberg in Salmtal-Dörbach ein Bildstock mit dem Gnadenbild der „Dreimal Wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt“ errichtet und eingeweiht. Als der Bildstock für die vielen Menschen, die zum Gebet kamen, nicht mehr ausreichte, begann man 1965 an gleicher Stelle mit dem Bau einer Kapelle zu Ehren der Mutter Gottes. Die feierliche Einweihung erfolgte am 23. Juli 1967 – zwanzig Jahre nach Errichtung des Bildstocks.
Am 27. August 1972 fand anlässlich des 25. Gedenktags die Krönung des Gnadenbildes statt. Der damalige Diözesanpräses der Schönstattfamilie im Bistum Trier und Vertreter des Bischofs, Pastor Heinz Künster aus Koblenz, übermittelte Grüße und Glückwünsche. Pastor Künster war zuvor Kaplan und Religionslehrer an der Kreis-Berufsschule in Wittlich sowie Pfarrverwalter in Bergweiler. Von 1986 bis 1992 wurde er Pfarrer der Seelsorgeeinheit Salmtal und Heckenmünster. Er starb am 2. November 2016 im Alter von 91 Jahren in Koblenz-Arenberg.
Weitere Stationen
- 15. August 1987: Zum 40. Gedenktag wurde im Marianischen Jahr die Weihe an die Gottesmutter von Schönstatt erneuert.
- 14. Oktober 1990: 25 Jahre nach dem Bau der Schönstatt-Kapelle wurde nach einer gründlichen Renovierung und Verschönerung eine Weihestunde gehalten.
- 9. August 1997: Zum 50. Gedenktag fand eine Schönstatt-Feier mit Lichterprozession, Fotoausstellung und Dia-Vortrag im Bürgerhaus in der Gaas statt.
- 1. September 2007: Zum 60. Gedenktag führte eine Lichterprozession zur Schönstatt-Kapelle auf dem Kellerberg.
- 29. September 2012: Auch zum 65. Gedenktag wurde nach der Vorabendmesse eine Lichterprozession zu Ehren der Gottesmutter gehalten.
Ein kleiner Wallfahrtsort
Das Schönstatt-Heiligtum von Salmtal-Dörbach hat sich zu einem kleinen Wallfahrtsort entwickelt. Einzelne Betende und kleinere Gruppen finden sich dort ein. Jedes Jahr pilgern Menschen aus Salmtal und der näheren Umgebung zur Kapelle auf dem Kellerberg, um Trost im Leiden und Kraft für die Bewältigung des Lebens zu suchen.
Verschiedene Votivtafeln berichten von Gebetserhörungen auf die Fürbitte der Dreimal Wunderbaren Mutter und des Paters Josef Kentenich (1885–1968).





