Schutzkonzept

Unsere Pfarrei trägt Verantwortung für den Schutz und die Würde aller Menschen – besonders von Kindern, Jugendlichen sowie schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen.

Das institutionelle Schutzkonzept beschreibt verbindliche Standards für Haupt- und Ehrenamtliche. Es schafft Orientierung, stärkt eine Kultur der Achtsamkeit und benennt klare Wege für Rückmeldungen, Beschwerden und Verdachtsfälle.

Endfassung 2024 · entwickelt mit Haupt- und Ehrenamtlichen aus unterschiedlichen pastoralen Themenfeldern

Unsere Haltung

Das Leitwort des Schutzkonzeptes lautet: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben.“ Daraus folgen Wertschätzung, Respekt und ein verantwortungsbewusster Umgang mit Nähe und Distanz.

Wertschätzung

Wir sprechen respektvoll, verständlich und auf Augenhöhe miteinander.

Grenzen achten

Persönliche Grenzen und die Intimsphäre jedes Menschen werden geschützt.

Transparenz

Entscheidungen und Regeln werden erklärt; Rückmeldungen sind ausdrücklich möglich.

Verantwortung

Haupt- und Ehrenamtliche handeln nach verbindlichen Schutz- und Präventionsstandards.

Der Verhaltenskodex im Überblick

Die vollständigen und verbindlichen Regelungen stehen im PDF. Die folgenden Bereiche geben einen schnellen Überblick.

Kommunikation
  • respektvoll, ehrlich und altersangemessen sprechen
  • Kritik sachlich äußern und Rückmeldungen ernst nehmen
  • vertrauliche Inhalte verantwortungsbewusst behandeln
  • Entscheidungen nachvollziehbar erklären
Nähe, Distanz und Intimsphäre
  • individuelle Empfindungen und persönliche Grenzen respektieren
  • Körperkontakt immer der Situation angemessen gestalten
  • geschützte Möglichkeiten zum Umziehen gewährleisten
  • Unterstützung nur nach Rückfrage und in angemessener Form anbieten
Medien, Fotos und soziale Netzwerke
  • Datenschutz und Persönlichkeitsrechte beachten
  • vor Fotos und Veröffentlichungen informieren und Einverständnis einholen
  • ein Nein ohne Rechtfertigungsdruck akzeptieren
  • keine unangemessenen, diskriminierenden oder bloßstellenden Darstellungen verwenden
Freizeiten, Gruppenstunden und Sakramentenvorbereitung

Für Übernachtungen, Gruppenangebote, Sakristeien, Treffen in privaten Räumen, Beichtgespräche und Krankenkommunion gelten ergänzende Regeln. Dazu gehören transparente Aufsicht, geschützte Schlaf- und Sanitärräume, angemessene Nähe und Distanz sowie klar abgesprochene Abläufe.

Prävention und Qualitätssicherung

  • Präventionsschulungen für alle, die intensiver mit Kindern, Jugendlichen oder schutzbedürftigen Erwachsenen arbeiten
  • regelmäßige Auffrischung der Schulungen im Fünfjahresrhythmus
  • erweitertes Führungszeugnis und Selbstverpflichtung, soweit es die Aufgabe erfordert
  • jährliche Überprüfung und Weiterentwicklung durch das Pastoralteam und qualifizierte Partner

Wenn Sie etwas beobachten oder betroffen sind

Nehmen Sie Wahrnehmungen und Aussagen ernst. Dokumentieren Sie das Beobachtete sachlich, ohne selbst zu ermitteln oder Betroffene zu drängen. Wenden Sie sich an eine geschulte oder unabhängige Ansprechperson. Bei akuter Gefahr rufen Sie die Polizei unter 110.

Ansprechpersonen

Die unabhängigen Ansprechpersonen des Bistums nehmen Hinweise auf sexualisierte Gewalt an Minderjährigen oder schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen entgegen und informieren über weitere Schritte und Hilfen.

Vor Ort

N. N.
Kontakt über das Pfarrbüro

Ursula Trappe

Unabhängige Ansprechperson im Bistum Trier
0151 50681592
ursula.trappe@bistum-trier.de

Markus van der Vorst

Unabhängige Ansprechperson im Bistum Trier
0170 6093314
markus.vandervorst@bistum-trier.de

Weitere Beratung

  • Hilfe für Betroffene im Bistum Trier
  • Lebensberatungsstelle Wittlich, Kasernenstraße 37, 54516 Wittlich, Telefon 06571 4061
  • Jugendamt Wittlich, Kurfürstenstraße 16, 54516 Wittlich, Telefon 06571 140

Vollständiges Schutzkonzept

Das PDF enthält den vollständigen Verhaltenskodex, den Interventionsplan, Regelungen zur Personalauswahl und Präventionsschulung sowie alle im Konzept genannten Anlaufstellen.